Hallo Echo – 12 Tipps fĂŒr bessere Raumakustik

Holllaaadiiiiooooo! Nicht immer stellt sich bei uns das GefĂŒhl von grosser Freiheit und wunderbarer Bergluft ein wenn wir ein Echo hören
. nĂ€mlich genau dann, wenn uns zu Hause der eigene Schritt nachhallt oder wir den Nachrichtensprecher im Fernseher doppelt vernehmen. Schlimmer noch, wenn wir Freunde zum Essen eingeladen haben und keiner versteht den anderen, weil sich die Stimmen ĂŒberlagern und nachhallen.

Was in den Bergen romantisch und sogar nĂŒtzlich ist, ist fĂŒr InnenrĂ€ume nicht gewĂŒnscht.

Deko Geweih Deer FurDeko Geweih Deer FurDeko Geweih Deer FurDeko Geweih Deer FurDeko Geweih Deer Fur

Denn die Raumakustik ist ganz entscheidend fĂŒr unser Wohlbefinden und unseren Stress- Level. Wenn wir es uns in unserem zu Hause gemĂŒtlich machen und entspannen wollen oder in einem BĂŒro konzentriert arbeiten möchten, kann auch schon ein leises Echo die AtmosphĂ€re stören.

Das gilt fĂŒr private Wohnbereiche, BĂŒros, KindergĂ€rten, Schulzimmer und alle RĂ€ume in denen wir uns aufhalten wollen und mĂŒssen.

Oft merkt man gar nicht, woran es genau liegt, dass man sich in einer Umgebung wohl fĂŒhlt und an einem anderen Ort – so schön er auch gestaltet sein mag – kein gutes GefĂŒhl aufkommt. Manchmal muss auch ich erst genau hinhören um zu erkennen, dass es an der verlĂ€ngerten Nachhallzeit liegt, wenn in einem eigentlich schön gestaltetem Wohnzimmer so gar keine GemĂŒtlichkeit und Behaglichkeit aufkommen will.

Wo kommt es nur her dieses Echo?
Echo entsteht durch alle glatten OberflÀchen welche die Schallwellen unserer eigenen GerÀusche, Sprache, und UmgebungslÀrm reflektieren. Je mehr sogenannte schallharte OberflÀchen im Raum vorhanden sind, desto mehr Echo entsteht und desto unangenehmer empfinden wir die Umgebung. Als schallhart gelten grosse GlasflÀchen, LackoberflÀchen, Tischplatten, Stein- und Holzböden, glatte WÀnde und Decken.

Absorbierende FlĂ€chen dagegen, wie Textilien oder rauhe OberflĂ€chen nehmen die Schallwellen auf, zerstreuen und absorbieren sie, und die Nachhallzeit – also das Echo – reduziert sich.

Um mal die Fachfrau heraus zu lassen: die Nachhallzeit ist die Zeitspanne, in welcher der Schalldruckpegel eines Schallereignisses in einem Raum um 60 dB, also auf den tausendsten Teil des Anfangsschalldrucks abgenommen hat. Die akustische QualitĂ€t eines Raumes bezĂŒglich SprachverstĂ€ndlichkeit bezeichnet man als Hörsamkeit. Ziel ist es also, die Hörsamkeit zu verbessern wo immer es geht.

Aber wie kann man das Echo ausbremsen? Was tun wenn es immer noch hallig ist, obwohl eigentlich schon alle Möbel im Raum stehen und alles fertig eingerichtet ist? Schliesslich möchte man ja nicht die WÀnde mit Eierkartons verzieren.

GlĂŒcklicherweise es gibt kleine und grosse Massnahmen, die sehr wirkungsvoll sind und auch noch super aussehen.

1. Teppich & Teppichboden
Wer einen gesamten Raum mit Teppichboden auslegt hat schon mal gewonnen. Der Trittschall ist dann so gut wie ausgeschaltet. Eine grosse TeppichflÀche ist zudem ein sehr guter Schallabsorber. Je höher der Flor beim Teppichboden, desto gedÀmpfter klingt es im Raum.

In den meisten Luxushotels findet man daher extrem hochflorige Teppichböden und Teppiche in den Fluren, Restaurants, Lounges und Zimmern, denn man geht darauf nicht nur wie auf einer weichen Wolke, sondern die GerÀusche werden gut gedÀmpft.

Viele Hersteller bieten extrem robuste und strapazierfÀhige Teppichböden und Teppiche mit hohem Flor an. Die neue Generation der Objekt-Teppichböden ist sogar so schön, dass man sie auch zu Hause haben möchte wie die von Object Carpet und Paola Lenti.

Poodle Spin Hersteller Paola Lenti

Auf glatten Böden bewirken einzelne kleinere Teppiche oft mehr als man denkt! Auch wenn nur ein 5 qm Teppich das Sofa untermalt oder ein schmaler Teppich ein Sideboard begleitet: man wird sofort den Unterschied hören.

Ich war ganz ĂŒberrascht wie ungemĂŒtlich es bei uns wurde, als unser Teppich fĂŒr eine Woche in der Spezialreinigung war. Abgesehen davon, dass der Raum ohne diesen Teppich unerwartet sehr viel kleiner aussah, hörte ich es ĂŒberall hallen.

2. Offene Regale
Wer auch so ordnungsliebend ist wie ich wĂŒrde am liebsten alle offenen FĂ€cher mit TĂŒren und Klappen versehen
 Aus raumakustischer Sicht ist es viel besser, RegalfĂ€cher offen zu lassen und die BĂŒcher und liebenswerte & nĂŒtzliche Dinge zur Schau zu stellen. Wie hier beim Regal Studimo von InterlĂŒbke.
studimo von interlĂŒbke http://www.interluebke.de
3. VorhÀnge
Der Klassiker fĂŒr die bessere Raumakustik ist natĂŒrlich ein Vorhang.

NatĂŒrlich gibt es Interiors, bei denen kann man sich so gar keine „stoffige“ Fensterdekoration vorstellen. Aber auch fĂŒr die coolen Locations ist etwas dabei: tolle lasercut- Textilien ergĂ€nzen auch eine strengere Einrichtung und schaffen trotzdem eine sehr gute Echobremse.

Auch schlichte Rollos können mit schallschluckenden Stoffen sehr wirksam gegen zu lange Nachhallzeiten sein.

Bon génie elitis Sirene, Elitis
Betacoustic | Création Baumann Sésame elitis
4. MöbelbezĂŒge
Ich sage nur Samt, Samt, Samt. Der weiche und strapazierfÀhige Stoff erlebt gerade sein grosses Comeback und ist zudem als Bezugsstoff und Schallabsorber perfekt geeignet.

In tollen neuen Farben kommt der Samt daher und ich wĂŒrde am liebsten gleich auch unser Sofa damit beziehen…

5. Kissen
Wer seine Sitzmöbel in Leder bezogen hat oder auch eher glatte Bezugsstoffe zu Hause hat kann mit Kissen dem Echo zu Leibe RĂŒcken.

Ein schöner Kontrast zu glatten BezĂŒgen sind Fellkissen oder Kissen aus weichen Stoffen. Sie wirken raumakustisch mehr als man denken möchte.

Hudson Cushion  Hersteller  SAHCO http://www.sahco.com Shearling Cushion von Minotti
6. Paravents

Eine tolle mobile Lösung fĂŒr mehr GemĂŒtlichkeit und bessere Hörsamkeit ist ein Paravent aus speziellen Schallabsorberstoffen oder Struktur- OberflĂ€che. So ein Paravent wandert einfach mit – vielleicht auch mal als Sichtschutz auf den Balkon oder in den Garten – und macht zudem noch eine gute Figur.

Extrem praktisch ist die Softwall von B&B an der man gleichzeitig seine Zeitschriften und andere Utensilien verstauen kann.

 Paisley | lzf | Luis Eslava  http://www.lzf-lamps.comSoftwall, B&B ItaliaScreen by Marco Dessi Paravent  Wittmann
7. Unterseiten der Tischenplatten
Wer denkt, dass das Echo nur oben ĂŒber den Tisch geht, liegt falsch. Vor allem die Unterseite der glatten Tischplatten ist eine gute ReflektionsflĂ€che. Wenn hier eine dĂŒnne, hoch schallabsorbierende Platte von unten angebracht wird, bleibt die Optik erhalten und der Raumschall wird merklich gedĂ€mpft.

Vor allem fĂŒr BĂŒros und Schulen ist das eine geeignete und hochwirksame Massnahme.

8. Leuchten & LĂŒster
Nicht nur, dass moderne Kronleuchter wieder total im Trend liegen – sie können auch schalltechnisch GemĂŒtlichkeit zaubern. Durch die Leuchterarme und Stoffschirme wird das Echo auf chice Art & Weise verringert wie beim LĂŒster Ode von Christine Kröncke.
Ode, Christine KrönckeTutu  Hersteller  Panzeri http://www.panzeri.it

9. SchranktĂŒren
Mit den neuen superdĂŒnnen Werkstoffen kann man auch bestehende Schrankfronten nachrĂŒsten. Es gibt fertige, strukturierte Platten, die sehr schallschluckend wirken und dazu noch einen einzigartigen Look zaubern.

Man kann diese Verkleidungen fĂŒr den Officebereich und Schulen einsetzen. Da die OberflĂ€chen und Muster aber so toll gemacht sind, eignen sie sich auch fĂŒr private RĂ€ume. Ich verwende Sie gerne als Stilelement  – eine komplette Wand mit entsprechender Beleuchtung hat eine tolle Wirkung.

Auch kann man damit Àltere SchrÀnke renovieren, bei denen ansonsten neue Fronten nötig gewesen wÀren.

Ich habe unseren alten Garderobenschrank kurzerhand mit einem chicen hochflorigen Teppichboden beklebt. So bekamen die etwas zerkratzten TĂŒren eine neue OberflĂ€che und zudem ist es nicht mehr so hallig im Eingangsbereich


10. Wandpaneele

Bei diesen Mustern und Formen möchte man sich am liebsten sofort eine neue Wand gestalten – statt Tapete mal ein Wandrelief
.. Wirklich klasse sind die Greenwood- Paneele aus echten Pflanzen und Moos von Freund, die auf natĂŒrliche Weise konserviert wurden.

Eine meiner Lieblinge sind die kunstvollen Textilgebilde von Anne Kyyro Quinn. Viel zu schön sind diese wunderbaren Stoff- Kunstwerke als dass man sie nur als Echokiller verwendet


Die akustisch wirksamen Paneele lassen sich ĂŒberall leicht anbringen. Ideal sind sie fĂŒr BesprechungsrĂ€ume, KindergĂ€rten, Arztpraxen und ĂŒberall da wo nachtrĂ€glich die Hörsamkeit verbessert werden soll.
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11. Kunst aus Akustikplatten

Es muss nicht immer die ganze Wand sein – die Absorberplatten und Stoffelemente lassen sich auf Wunschmasse zurechtschneiden und werden so zu Kunstobjekten.

Aus den Wandplatten werden Stoff- Bilder mit veschiedenen Motiven. Auch Firmenlogos lassen sich nach Wunsch auf die Schallabsorber drucken. Sogar als Betthaupt habe ich solche Elemente eingeplant.

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12. Deckenpaneele

Die neuen Deckenpaneele habenÂ ĂŒberhaupt nichts mehr zu tun mit den retro- cremeweissen, quadratischen Platten voller unterschiedlich grossen Löchern…. Es hat sich eine Menge getan. Akustisch wirksame Werkstoffe sehen mittlerweile so stylisch aus und es gibt sie in unerwartetet ansprehenden OberflĂ€chen. Aus dem Notwendigen wird ein echter Hingucker und manchmal sogar Kunst.

In vielen öffentlichen RÀumen werden zwar schon meist beim Bau entsprechende Deckenpaneele eingebaut, die den Schall absorbieren. Aber auch nachtrÀglich lassen sich einzelne Deckenplatten anbringen und in die Innenarchitektur integrieren.

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Bei so vielen schönen Gestaltungsmöglichkeiten fĂŒr eine angenehme und gedĂ€mpfte Atomosphöre lassen wir die Jodler und ihr Echo doch lieber in den Bergen zurĂŒck, oder?

6 Gedanken zu “Hallo Echo – 12 Tipps fĂŒr bessere Raumakustik

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